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Glücksspiel-Spam auf der Website einer Schule, Hochschule oder Behörde: erkennen, bereinigen und melden

Von Mohammad Hilmi Bisri, S.Kom.. Veröffentlicht am 12. Oktober 2026.

In viele Websites von Schulen, Hochschulen und Behörden haben Hacker Seiten oder Links für illegales Online-Glücksspiel eingeschleust. Die Angreifer dringen über eine Sicherheitslücke ein und legen dann neue Seiten an oder fügen Links in bestehende Seiten ein. Diese eingeschleusten Inhalte erscheinen oft nur bei Google, sodass die Verantwortlichen sie nicht sehen, wenn sie die Website selbst öffnen.

Das Ministerium für Kommunikation und Digitales (Kementerian Komunikasi dan Digital, kurz Komdigi) hat von Januar 2022 bis Mai 2026 86.826 Seitenadressen (URLs) auf Websites staatlicher Stellen erfasst, in die Glücksspielinhalte eingeschleust worden waren. 75.136 davon wurden bereits entfernt, am 19. Mai 2026 waren aber noch 767 URLs aktiv.

Anzeichen für eine gehackte Website

Wem Sie den Vorfall melden

Wer eine Website betreibt, ist Betreiber eines elektronischen Systems (penyelenggara sistem elektronik) im Sinne der Regierungsverordnung (Peraturan Pemerintah, PP) Nr. 71/2019 über den Betrieb elektronischer Systeme und Transaktionen. Kommt es durch Handlungen Dritter zu einem Ausfall oder einer Störung des Systems mit schwerwiegenden Folgen, muss der Betreiber seine elektronischen Informationen und Dokumente sichern und den Vorfall bei erster Gelegenheit den Strafverfolgungsbehörden sowie dem zuständigen Ministerium oder der zuständigen Behörde melden (Art. 24 Abs. 3).

Hatten die Angreifer Zugriff auf personenbezogene Daten, etwa Daten von Schülern oder Bürgern, gelten zusätzlich die Benachrichtigungspflichten des Datenschutzgesetzes (UU Pelindungan Data Pribadi, kurz UU PDP). Mehr dazu im Artikel UU PDP für Dörfer, Schulen und Behörden.

So bereinigen Sie die Website

  1. Sichern Sie den Zugang. Nehmen Sie die Website vorübergehend vom Netz, indem Sie zum Beispiel Ihren Hosting-Anbieter bitten, eine Wartungsseite außerhalb des infizierten Ordners anzuzeigen. Laut Google wirkt sich eine vorübergehende Abschaltung während der Wiederherstellung kaum auf das Ranking in den Suchergebnissen aus. Notieren und löschen Sie fremde Konten, und ändern Sie die Passwörter aller Konten der Website.
  2. Erstellen Sie eine Kopie des aktuellen Zustands der Website und kennzeichnen Sie sie als „infiziert“. Diese Kopie dient nur zur Absicherung, falls beim Bereinigen Inhalte mitgelöscht werden.
  3. Suchen Sie die Quelle der eingeschleusten Inhalte. Prüfen Sie die Datei .htaccess (eine Konfigurationsdatei des Servers). Die Anleitung von Google beschreibt eine Art von Hack, der mit dieser Datei automatisch Spam-Seiten erzeugt, indem er auf PHP-Dateien mit zufälligen Namen verweist. Prüfen Sie auch den Inhalt der Datenbank, die Plugins und Themes sowie die Zugriffsprotokolle des Servers (Logs), um festzustellen, wann die Angreifer zum ersten Mal eingedrungen sind. Scannen Sie die Computer der Administratoren mit einem Virenschutzprogramm, denn Spähsoftware auf diesen Computern kann Passwörter aufzeichnen.
  4. Stellen Sie die Website aus einer sauberen Sicherung wieder her, also aus einer Sicherung, die vor dem Angriff erstellt wurde. Das Datum des ersten Eindringens aus Schritt 3 hilft bei der Auswahl.
  5. Aktualisieren Sie CMS, Plugins und Themes auf die neueste Version. Google empfiehlt eine saubere Neuinstallation, weil bei einer normalen Aktualisierung alte infizierte Dateien zurückbleiben können. Löschen Sie alle Dateien von Plugins oder Themes, die Sie nicht nutzen. Es reicht nicht, sie nur zu deaktivieren.
  6. Schließen Sie die Lücke, über die die Angreifer eingedrungen sind, und ändern Sie danach noch einmal alle Passwörter: CMS-Administrator, Hosting-Panel, FTP (der Zugang zum Hochladen von Dateien) und Datenbank.
  7. Richten Sie die von den Angreifern angelegten Seiten so ein, dass sie den Code 404 (Seite nicht gefunden) liefern. Diese Seiten verschwinden mit der Zeit aus Google. Um das zu beschleunigen, nutzen Sie das Tool zum Entfernen von URLs in der Search Console, aber nur für Seiten, die Sie wirklich nicht mehr verwenden werden.

HanzCodes übernimmt die Bereinigung von eingeschleustem Glücksspiel-Spam. Einzelheiten finden Sie auf der Seite Website-Reparatur.

Erneute Überprüfung bei Google beantragen

Beantragen Sie die Überprüfung erst, wenn Ihre Inhaberschaft der Website in der Search Console bestätigt ist, die eingeschleusten Inhalte entfernt sind, die Lücke geschlossen ist und die Website wieder online ist. Achten Sie darauf, dass die Seiten nicht für Google gesperrt sind, etwa durch robots.txt oder ein noindex-Tag.

  1. Öffnen Sie den Bericht zu Sicherheitsproblemen in der Search Console.
  2. Vergewissern Sie sich, dass alle aufgeführten Probleme auf der gesamten Website behoben sind. Es reicht nicht, nur einen Teil der Seiten zu reparieren.
  3. Wählen Sie Überprüfung beantragen. Beschreiben Sie das Problem, die Schritte, die Sie zur Behebung unternommen haben, und das Ergebnis. Ein Beispiel aus der Anleitung von Google: Bei URLs mit eingeschleusten Inhalten wurde der Spam entfernt und die Lücke durch die Aktualisierung eines veralteten Plugins geschlossen.

Laut Google dauern die meisten Überprüfungen einige Tage bis einige Wochen. Bei Websites, die mit Spam gehackt wurden, kann eine manuelle Prüfung dazugehören. Senden Sie keinen neuen Antrag, bevor die endgültige Entscheidung vorliegt. Ein Antrag, der gestellt wird, bevor das Problem wirklich behoben ist, kann die nächste Überprüfung verlängern oder dazu führen, dass die Website als Wiederholungstäter eingestuft wird.

So verhindern Sie eine Wiederholung

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung und keine Rechtsberatung. Für konkrete Entscheidungen ziehen Sie bitte den Text der PP 71/2019 in der Rechtsdatenbank JDIH des BPK (externe Website) heran und wenden Sie sich an die zuständigen Stellen, etwa die Dienststelle für Kommunikation und Informatik, das regionale CSIRT oder die BSSN.

Quellen

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